Please Don’t Hurt Me / Please Hurt Me

Object / Sculpture · 2025

Zwei Messer, zwei Zustände.

Das erste ist intakt, glänzend, die Oberfläche unberührt, graviert mit dem Satz „please don’t hurt me“. Eine Bitte um Schutz, um Nähe ohne Schmerz. Ein Zeichen behüteter Liebe, scharf, aber ganz.

Das zweite ist gebrochen. Ein tiefer Schnitt läuft durch die Klinge und löscht das Wort „don’t“. Übrig bleibt „please hurt me“. Eine Verschiebung aus Erfahrung, aus der Hingabe an Nähe und den Wunden, die sie hinterlässt.

Die Skulptur ist eine Projektion emotionaler Verletzlichkeit. Solange Liebe auf Abstand bleibt, bleibt die Klinge scharf, intakt, nah am eigenen Kern. Wer sich aber tiefer einlässt und wirklich öffnet, bei dem beginnt die Form zu splittern. Das gebrochene Messer wird zum Spiegel der Sehnsucht nach genau dem, was den Schaden angerichtet hat. Das Paradox des Begehrens: Trost im Schmerz zu suchen, den die Liebe hinterlässt, auch wenn er zerstört. Lieber etwas fühlen, selbst Schmerz, als die Abwesenheit dessen, der einen einmal fühlen ließ.

As long as love is kept at a distance the blade stays sharp and whole. Dare to go deeper and the form begins to splinter. The broken knife becomes a mirror of longing, longing for the very thing that caused the damage; better to feel something, even hurt, than the absence of the one who made you feel.

Jahr
2025
Kunde
—
Rolle
Artist
Umfang
Objekt, Gravur, Edition

Objekt, Gravur, Edition: BUERO. Verchromter Stahl. Edition von 15.

Please Don't Hurt Me / Please Hurt Me: das intakte und das gebrochene Messer
Please Don't Hurt Me: intakte Klinge mit der Gravur please don't hurt me
Please Hurt Me: gebrochene Klinge, der Schnitt löscht das Wort don't

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