uvdl

Installation / Performance · 2025

uvdl, eine installative Arbeit in zwei Akten.

Teil 1: System / Bewegung / Schwebe. Acht Industrieventilatoren, eine Plastiktüte, drei Meter Installationsdurchmesser. Der Körper ist abwesend, es bleibt nur die Luft. Die Ventilatoren stehen im Kreis und erzeugen ein unsichtbares, aber spürbares Kraftfeld. In der Mitte schwebt eine Plastiktüte mit dem Kai-Schmidt-Logo und dem Titel der Arbeit auf und ab, hin und her, gefangen in ständiger Turbulenz.

Teil 2: Körper | Luft / Hingabe. Ein Industrieventilator, eine rosa Plastiktüte. Hier hat der Körper keine Kontrolle mehr, er gibt sich den Kräften hin. Kai Schmidt tritt vor, die Tüte gespannt vor sich. Als er sie loslässt, drückt die Luft sie gegen sein Gesicht und schließt sie um seinen Kopf. Das Plastik legt sich eng an und nimmt die Form seiner Haut an. Es nimmt ihm die Luft, aber nicht ganz: Atmen bleibt möglich, nur nicht nach Wunsch. Der konstante Luftstrom bestimmt, wann Luft hineinkommt, das unberechenbare Plastik, wie es sich bewegt und einengt. Für einen Moment ist die Kontrolle ganz abgegeben. Dann tritt er zurück, aus der Installation, aus dem System.

Zusammen beschreiben beide Teile die Grenze zwischen Kontrolle und Hingabe, Autonomie und Abhängigkeit, Struktur und Zufall. Die Luft, sonst unbemerkt, wird zur bestimmenden Kraft: Sie formt, lenkt und hält Körper und Material in der Schwebe.

Two acts on the same principle. In the first the machine performs alone and the body is absent; in the second a single fan is turned on one person. Nothing is choreographed beyond switching the fans on.

Jahr
2025
Kunde
—
Rolle
Artist
Umfang
Konzept, Installation, Performance

Konzept, Installation, Performance: Kai Schmidt. Acht Industrieventilatoren, Plastiktüten. Ø 3 m.

uvdl: Installation mit acht Industrieventilatoren und schwebender Plastiktüte, Kai Schmidt
uvdl: Raumansicht der Installation

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